888. Mecklenbruch

TK25:

Lage des Mecklenbruchs

Bl. Neuhaus im Solling, früher Sievershausen (4223).

Größe:

0,5 qkm. Hochmoor.

Kartierung:

SCHNEEKLOTH 1965 (GK 25), 1980 (Übersichtsaufnahme).

Erschließung und Nutzung:

In ganzer Fläche Naturschutzgebiet, dabei im südlichen Fünftel extensiv forstlich genutzt. Im südlichen Drittel und im östlichen Randgebiet früher Entwässerung durch Gräben und bis 1,5 m tiefer Torfstich. Heute wieder stark vernäßt und im Zentrum regenerierende Flächen. Von Osten nach Westen durch die Mitte des Moores ein mehr oder weniger ausgebauter Wanderweg.

Bewuchs:

Südliche 2/5 und nördliches 1/5 sind Fichtenwald mit Birken. Am östlichen Rand ein Streifen Birkenbruchwald (Torfstichgebiet). Mittlere 2/5 baumarme Fläche mit viel Eriophorum vaginatum, etwas Molinia, Calluna, Heidelbeere, Vaccinium uliginosum und Vaccinium oxycoccus, einzelne kleine Birken und Fichten; stellenweise ausgedehnte, wüchsige Sphagnum­ Rasen. Diese offene Zentralfläche bietet einen Eindruck vom ursprünglichen Charakter des Mecklenbruches.

Mooruntergrund:

Wasserstauender Schwemmlöß. Untergrund sattelartig nach Nordosten und Südwesten abfallend.

Mächtigkeit:

Meist 2 - 3 m, max. 4,8 m.

Schichtaufbau:

Zuunterst bis 0,5 m Birkenbruchwaldtorf, darüber 0,1-0,2 m Übergangstorfe, darüber Sphagnum-Torf, vorwiegend aus Sphagna Acutifolia, in regem Wechsel zwischen schwach und stark zersetzten Lagen. Lit.: SCHOLZ (1949).

Datierung:

Pollenanalytische Datierungen von SCHOLZ (1949), KNÖRZER (1949; Diagramm in FIRBAS 1952), STECKHAN (1961), ergänzt durch 14C-Datierungen (SCHNEEKLOTH 1967). Danach beginnt die Vermoorung um etwa 2300 Jahre vor Chr. Die Bildung von Hochmoortorfen beginnt um 2000 Jahre vor Chr. Der durchschnittliche jährliche Torfzuwachs beträgt 1,1 mm.

In diesem Gebiet finden folgende Projekte statt:

Grundlagenuntersuchung Wasserhaushalt Mecklenbruch